Weberei

Webereien haben in Europa eine lange Tradition aufzuweisen. Bereits im 19. Jahrhundert entstanden für die Verarbeitung der Stoffe neue Maschinen, die im Unterschied zu ihren Vorläufern elektrisch betrieben waren. Der Vorteil lag auf der Hand: Es ließen sich viel mehr Stoffe herstellen, als dies noch kurz vorher möglich war. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von einer stetigen Zunahme von Betrieben im Bereich der Weberei und auch die Zahl der Mitarbeiter schnellte in die Höhe.

Mit der Globalisierung folgte der Niedergang der einst so erfolgreichen Branche in Europa

Spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends war es vorbei mit der Erfolgsgeschichte der Webereien in Europa. Seit es in Fernost immer mehr Betriebe gibt, die die Herstellung und Verarbeitung von Stoffen für einen Bruchteil der Kosten beispielsweise in einem deutschen Unternehmen tätigen können, ist der Verfall der einst so erfolgreichen Branche nicht mehr zu stoppen.

Erfolgreiche Nischenanbieter am Start

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es durch Manufakturen, die zumindest im kleinen Umfang versuchen, an die Erfolge früherer Webereien anzuknüpfen. Das kann eine Weberei sein, die einen bestimmten Stoff für die Modeindustrie oder eine andere Branche herstellt, oder die produzierten Stoffe machen durch eine ganz bestimmte Form der Verarbeitung auf sich aufmerksam.

In welchen Branchen Stoffe aus der Weberei gefragt sind

Unabhängig vom Ort der Herstellung und Verarbeitung der Stoffe sind diese heute in vielen Branchen gefragt. Neben der Textilindustrie, die nach wie vor der Hauptabnehmer von Stoffen ist, benötigen diese viele weitere Branchen. Das können der Automobilbau und der Schiffsbau, die Möbelindustrie und die Luftfahrtindustrie, die Gesundheitsbranche und weitere Schlüsselindustrien sein.

Was es für Stoffe gibt

Neben den bekannten Stoffen Seide, Leinen und Baumwolle erobern in zunehmendem Maße auch Chemiefasern die verschiedenen Bereiche der Industrie. Je nach Art der chemischen Materialien weisen diese Merkmale auf, die sie für die unterschiedlichsten Bereiche einsatzfähig macht. Im Bereich der Forschung gibt es hier ebenfalls noch Potenzial, die Materialien immer robuster und widerstandsfähiger zu machen und deren Einsatzmöglichkeiten weiter zu erhöhen.

Fazit

Eine Weberei im klassischen Sinne ist heute in Europa nur noch in begrenztem Umfang vorhanden, weil die Konkurrenz aus Fernost zu groß geworden ist. Kleinere Betriebe, die sich auf die Herstellung und Verarbeitung spezieller Materialien spezialisiert haben, können den großen Unternehmen aus Fernost damit Konkurrenz machen. Wer einen speziellen Stoff sucht und nach einer guten Weberei in der Nähe Ausschau hält, kann mit etwas Glück auch in Deutschland oder Europa fündig werden.